Kündigung wegen Asylbewerbern - Soziale Bömbchen

Empörung über Kündigung wegen Asylsuchenden

Ausquartierung zwecks Unterbringung von Flüchtlingen

Folgen der Merkeladen auf dem Rücken der Mieter
Die geplante Ausquartierung einer Mieterin, 56 Jahre alt, im baden-württembergischen Eschbach, die über zwei Jahrzehnte eine gemeindeeigene Wohnung innehatte, schlägt Wellen und birgt ziemliche politische Brisanz.

Die Kündigung der Wohnung über dem Kindergarten erfolgte korrekt nach dem Gesetz mit neunmonater Frist. Die Breisgau-Gemeinde Eschbach stehe unter dem Zwang, Obdachlose und Flüchtlinge unterzubringen, verlautete von der Verwaltung. Dafür habe man vorsorglich mangels anderer geeigneter Wohnungen und Grundstücke die gemeindeeigene Wohnung freizuräumen. Die Gemeinde verfüge nur über zwei Wohnungen, aber der derzeitigen Mieterin werde man bei der Wohnungssuche und dem Umzug helfen.
Dabei ist dem Bürgermeister klar, dass die Wohnungsknappheit erheblich ist, denn es wurden bereits Container auf einem Bolzplatz aufgestellt, ein Jugendraum wird zu Wohnraum für eine achtköpfige Familie umgewidmet, und zudem entsteht eine Gemeinschaftsunterkunft des Landkreises mit 450 Plätzen. Ein Obdachloser, für den Eschbach zuständig ist, erhält einen Wohncontainer.

Verschiebung der Probleme

Die Mieterin, die knapp 80 m2 seit dem Auszug ihrer Kinder zu günstigem Mietzins alleine bewohnt, wäre kooperativ, stellt aber fest, dass auf dem Wohnungsmarkt nichts zu haben ist, und hat daher Widerspuch eingelegt.
Der Mieterbund Baden-Württemberg hält die Kündigung für nicht tragfähig, weil die Interessen und Bedürfnisse zweier Mieter gegeneinander ausgespielt werden würden. 
Die Gemeinde könne sich nicht auf "berechtigte Interessen" berufen, wenn es Alternativen gebe, also beispielsweise die Unterbringung von Asylbewerben in einem Wohncontainer. Andernfalls wäre durch eine Zwangsräumung der dann obdachlosen Frau wiederum die Gemeinde zuständig, der sie - anderen - Wohnraum bereitzustellen hätte.

Das Problem würde nur verschoben werden.
Anzumerken ist: Die Mieterin hat wahrscheinlich noch nie von dieser Seite gehört, andernfalls hatte sie einen Teil der Wohnung hier angeboten und kräftige Mitstreiter im Rücken ...
Ist ja klar.

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